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SAP BO BPC 10.1 for NW: Das Classic- und Unified-Modell im Vergleich

BPC 10.1 Classic-Modell
 
Das klassische Modell basiert weiterhin auf dem Paradigma der Vorgängerversion (BPC 10.0), weshalb auch keine großen Veränderungen in den meisten Komponenten des Werkzeugs festzustellen sind. Die wichtigsten Änderungen ergeben sich aus der neuen Benutzeroberfläche auf Basis von HTML5 und SAP UI5, sowie der Abschaffung der Content Lifecycle Management (CLM)-Komponente. Das Modell wird weiterhin standardmäßig mit der BPC-Installation in BW mitgeliefert und legt gleichzeitig die bekannte Standard-Modellstruktur mit dem eigenen Namensraum in der sogenannten „Environment Shell“ Umgebung an. Der Fokus für die Planung liegt nun auf dem Unified-Modell.
 
BPC 10.1 Unified-Modell
 
Zum gegenwertigen Zeitpunkt vereint das Unified-Modell die Funktionalität aus BW-IP (z. B. IP-Planungsfunktionen), dem BPC Web-Frontend, dem EPM Excel-, PowerPoint- und Word Add-In sowie der Performance der HANA-Datenbank. Zur Konsolidierung kann es derzeit in der Unified-Variante noch nicht verwendet werden.
Im Hinblick auf die Funktionalität von BPC, ist das Web-Frontend für die Administration und Interaktion in dem Planungsmodell zuständig. Es können u.a. die Umgebung angelegt, ein beschreibbarer InfoProvider zum beplanen ausgewählt oder Berechtigungseinstellung in Form von Schreib- und Lesezugriffen vorgenommen werden. Bekannte BPC-Funktionalitäten wie das Data Audit, Business Process Flows oder Status-Monitoring können bereits standardmäßig eingesetzt und sollen mit den nächsten Releases erweitert werden. Durch die SAP UI 5 Technologien werden insbesondere Nutzer von Mobil- und Touchscreen-Geräten unterstützt.  Ein Nutzer kann somit einfacher auf die Web-Funktionalität von SAP BPC zugreifen und profitiert gleichzeitig von einem einheitlichem „Look & Feel“.
In diesem Kontext stellt das EPM-Excel Add-In das Planungs- und Analysetool dar. Hierbei wird MS Excel um den EPM-Reiter erweitert, welcher eine hohe Anzahl von Funktionen bereithält. In der Excel-Arbeitsoberfläche befinden sich des Weiteren der EPM-Context in dem Merkmale- und Kennzahlen des zugrundeliegenden Datenmodells direkt gefiltert werden können, das EPM-Pane zur Erstellung von Berichten per drag&drop sowie ein weiteres Excel-sheet (EPM-Formatting-sheet) zum Anlegen von dynamischen Formatierungen im Bericht. Zur Integration von Berichten in Powerpoint und Word, werden die beiden MS-Office-Clients jeweils auch um den EPM-Reiter erweitert.
Bei einer Entscheidung zwischen den Tools gilt zu beachten, dass für die Unified-Lösung das Planning Application Kit (PAK) benötigt wird, dass in der BPC-Lizenz enthalten ist. Des Weiteren  sollte beachtet werden, dass BPC-Unified ausschließlich auf BW on HANA angeboten wird, wohingegen man bei der Classic-Variante die Auswahlmöglichkeiten zwischen bekannten Datenbanken und HANA (durch speziellen Connector) hat. Da das Unified-Modell technisch auf dem Kennzahlenmodell basiert und die klassische Variante auf dem Kontenmodell, sollten bei Migrationsabsichten (neben den Lizenzkosten) auch diese zum Teil hohen Aufwände berücksichtigt werden.
 

Bernd Keppel

ABRACON GmbH

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ist seit der Firmengründung Geschäftsführer der ABRACON GmbH. Er ist verantwortlich für die strategische Entwicklung des Unternehmens sowie die übergreifende Kundenbetreuung und Akquisition von Großkunden. Er ist seit mehr als 25 Jahren in Kundenprojekten im Schwerpunktberatungsbereich Business Intelligence als direkter Kundenansprechpartner und Projektleiter tätig.

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