by Ralf Radke

SAP Repository Tools Teil 2

Durchblick im SAP-Hub/Catalog-Dschungel?

Die SAP hat in den letzten Jahren fünf „Repository-Tools“ mit teils ähnlich klingenden Namen auf den Markt gebracht, welche entweder integriert in andere Anwendungen oder separat erhältlich sind. Dieser zweiteilige Blog soll einen kurzen Überblick hinsichtlich Gemeinsamkeiten und Unterschieden des Einsatzzweckes, des funktionalen Umfangs und des jeweiligen Lizenzmodells geben. Im ersten Teil sind wir auf den DWC Business Catalog, den SAC Analytics Catalog und den SAP Analytics Hub eingegangen. In diesem zweiten Teil betrachten wir SAP Data Hub und SAP Data Intelligence näher.

SAP Data Hub und SAP Data Intelligence

Der SAP Data Hub ist seit 2017 als eigenständiges On-Premise Tool auf dem Markt. Es basiert auf Kubernetes und kann – ähnlich wie SAP Analytics Hub - als zentrales Einstiegsportal - dienen. Allerdings bietet der SAP Data Hub einen deutlich größeren Funktionsumfang, zu denen Datenidentifikation, -verfeinerung, -pflege und -orchestrierung in verteilten Systemlandschaften zählen.

Kurz nach Marktstart wurde auch ein bring-your-own-licence-(BYOL)Modell verfügbar, um den SAP Data Hub-Service auf einer privaten oder Hyperscale-Cloud zu betreiben. Es ist generell keine Lizenz für die SAC nötig und die Preisgestaltung orientiert sich - neben den Benutzern - an der Anzahl der angeschlossenen Systeme.

2019 wurde auf der SAP Cloud Plattform der SAP Data Hub plus der SAP Leonardo Machine Learning Foundation als Managed Service mit Namen SAP Data Intelligence angeboten.

Ab März 2020 sind die SAP Data Hub Version 2.7 und die SAP Data Intelligence Version 3.0 zu einem Tool zusammengewachsen und firmieren unter dem Namen SAP Data Intelligence 3.0.

In der Version 3.0 sind neue Funktionen des Metadaten-Explorers integriert, einschließlich Durchsuchen, Vorschau, Profil, Veröffentlichen, Regeln und Datenvorbereitung. Die Pipeline-Modellierung wurde um eine grafische Oberfläche erweitert. Mit dieser stehen neue strukturierte Datenoperatoren zur Verfügung, mit denen Datentransformationen wie Projektion, Filter, Spaltenoperationen und Verknüpfungen durchgeführt werden können. Zudem ist die machine-learning-(ML)-Komponenete, die vorher nur in der Cloud zur Verfügung stand, jetzt auch On-Premise integriert. Diese wurde unter anderem implementiert, um Inhalte einfacher zu verlinken und Muster in komplexen Modellen aufzuzeigen.

Abschließend ist zu sagen, dass durch die Zusammenlegung der ursprünglich getrennten Tools jetzt alle Lizenzmodelle für SAP Data Intelligence möglich sind, d.h. je nach Sicherheitsrichtline bzw. auch organisatorischen Kompetenzen oder Möglichkeiten kann zwischen On-Premise, BOYL auf privater oder Hyperscale-Cloud oder den Managed Services auf der SAP Cloud Plattform gewählt werden.

 

Bernd Keppel

ABRACON GmbH

Ihr Ansprechpartner

ist seit der Firmengründung Geschäftsführer der ABRACON GmbH. Er ist verantwortlich für die strategische Entwicklung des Unternehmens sowie die übergreifende Kundenbetreuung und Akquisition von Großkunden. Er ist seit mehr als 25 Jahren in Kundenprojekten im Schwerpunktberatungsbereich Business Intelligence als direkter Kundenansprechpartner und Projektleiter tätig.

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