von Marco Spyker

SAP Datasphere & Third-Party APIs

Wie auch exotische Datenquellen sauber integriert werden können

Die SAP Datasphere ist bekannt dafür, als echte „Datenkrake“ eine Vielzahl von Datenquellen bereits out of the box konsumieren zu können – entweder per Live-Zugriff oder per Import/Replikation.

Zu den Standard-Datenquellen gehören unter anderem:

  • SAP S/4HANA
  • SAP BW / BW/4HANA
  • SAP HANA
  • OData-Services
  • JDBC-Datenbanken
  • Dateibasierte Quellen (CSV, XLSX)

Damit lassen sich bereits viele klassische Analytics-Szenarien abdecken.

 

Wenn Standard nicht ausreicht: SAP Integration Suite

In der Praxis zeigt sich schnell:
Nicht jede relevante Datenquelle ist ein SAP-System oder ein bekannter Cloud-Service.

Hier kommt die SAP Integration Suite ins Spiel. Sie erweitert die SAP Datasphere um die Möglichkeit, auch exotische oder kundenindividuelle Systeme anzubinden – über verschiedene Capabilities, allen voran Cloud Integration.

Adapter innerhalb der Capability „Cloud Integration“ sind z. B.:

SAP-nahe Adapter:

  • OData Adapter
  • SOAP Adapter
  • IDoc Adapter (v. a. On-Premise)
  • RFC Adapter (klassisch)

Technische Standard-Adapter:

  • HTTP / REST
  • OData
  • SOAP
  • JDBC
  • SFTP
  • Mail
  • AS2

Zusätzlich stellt die Integration Suite vorgefertigte Integrationsinhalte für SAP Business Anwendungen bereit, z. B. für SAP Ariba, Concur oder Fieldglass.

Damit lassen sich nahezu alle gängigen Integrationsszenarien abbilden.

 

Open Connectors: Der direkte Weg zu SaaS & APIs

Ein besonders mächtiger Bestandteil der Integration Suite sind die Open Connectors. Sie bieten vorgefertigte Konnektoren zu zahlreichen Cloud- und SaaS-Lösungen – mit einheitlichem API-Modell und integrierter Authentifizierung.

Beispiele:

  • Salesforce
  • Google Analytics
  • HubSpot
  • ServiceNow
  • Jira

Im Grunde liegt damit „fast das ganze Internet“ direkt griffbereit.

 

Die Realität: Kundenspezifische & unbekannte APIs

Doch auch hier gilt:
Nicht alle kundeneigenen Systeme sind gelistet.

Typische Praxisfälle:

  • Historisch gewachsene Eigenentwicklungen
  • Branchenlösungen oder Nischen-ERPs
  • Interne REST-APIs
  • Öffentliche, aber wenig standardisierte Internet-APIs

Genau für diese Fälle bieten die Third-Party Open Connectors eine sehr elegante Lösung.

 

Custom APIs anbinden mit Third-Party Open Connectors

Auch wenn ein gewisser Konfigurations- und Entwicklungsaufwand notwendig ist, erweist sich die Anbindung in der Praxis als überraschend reibungslos.

Grober Ablauf (Step-by-Step)

1. SAP Integration Suite → Open Connectors

2. Build New Connector

3. Create

  • Manuelle Konfiguration („alles zu Fuß“)

oder:

  • Import
    • Import von Service-Metadaten
    • z. B. über eine Swagger.json
      (Swagger = API-Beschreibung im JSON-Format)

4. Automatische Generierung:

  • Endpunkte
  • Datenstrukturen
  • Authentifizierungslogik

 

Das Ergebnis:

Eine sauber integrierte API, die wie ein Standard-Connector genutzt werden kann – auch für die Weiterverarbeitung in der SAP Datasphere.

Hier als Beispiel im Data Flow → Local Table

 

Fazit

  • Die SAP Datasphere deckt viele Datenquellen bereits im Standard ab
  • Die SAP Integration Suite schließt die Lücke zu Prozessen, APIs und Fremdsystemen
  • Open Connectors ermöglichen schnellen Zugriff auf SaaS- und Third-Party-Systeme
  • Custom APIs lassen sich flexibel über Third-Party Open Connectors integrieren

Damit ist auch bei nicht standardisierten oder kundenindividuellen Systemen eine saubere, skalierbare Datenintegration möglich.

 

Brauchen Sie weitere Informationen oder Unterstützung bei der Anlage eines Custom Adapters in den Open Connectors?

Dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns gerne – wir unterstützen Sie von der Konzeption bis zur Umsetzung.

Jetzt Kontakt aufnehmen

 

Herr Marco Spyker

Senior Consultant & Developer SAP BI,
Diplom-Informatiker

ABRACON GmbH

+49 228 - 410 31 00

Ihr Ansprechpartner

ist als zertifizierter SAP BI Senior Consultant und Developer bei der ABRACON GmbH mit der Konzeption und Umsetzung von Entwicklungsprojekten im Business Intelligence-Umfeld betraut. Der Schwerpunkt des diplomierten Informatikers liegt in seiner Tätigkeit im Unternehmen seit 2010 dabei auf der Frontend-Entwicklung von komplexen Business-Logiken im Desktop-, sowie auch im Mobility-Umfeld.

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